Stress

 
 
Der Begriff Stress hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Laut einer Studie 

der Technischen Krankenkasse leiden etwa 82% der 30-39-Jährigen unter Stress (Technische Krankenkasse.



 Dieser Stress hat sich bei jedem Dritten bereits zum Dauerzustand entwickelt. Vor
allem Belastungen am Arbeitsplatz, in der Schule, im Studium sowie finanzielle Sorgen werden als
Ursache genannt (ebd.). Äußerungen wie „Ich bin im Stress“, „Das stresst mich“, „Ich habe Stress“
gehören zum alltäglichen Gebrauch.
Dieses Stresserleben steht im engen Zusammenhang mit gesundheitlichen Beschwerden.
Wenn Belastungen zu einem dauerhaften Problem werden, beeinträchtigt dies das Wohlbefinden
und gefährdet die Gesundheit. Nicht ohne Grund hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Stress zu einer der großen Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhundert erkl 1.2. Was ist Stress?
Das Hookesche Gesetz aus dem Jahre 1676 beschreibt ein Phänomen aus der Physik: Eine „Last“
oder physischer „Stress“ übt eine physische Belastung auf anderes Material aus. Der Begriff Stress
wurde aber auch schon im Sinne von psychischem Stress im 17. Jahrhundert verwendet, um
„Trauer, Unterdrückung, Unbehagen und Widrigkeiten“ zu beschreiben (Peplau, 1964). Im 19. Jahr-
hundert wurde der Begriff vor allem durch den österreichischen Endokrinologen Hans Seyle refor
miert. Nach ihm stellt Stress ein starres Muster einer Geist-Körper-Reaktion dar. Seine Definition
„Stress ist eine unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche Anforderung“ ist noch heute in seinen
Grundzügen gültig. Heutzutage ist Stress ein globales Phänomen und entsteht durch positiven
sowie negativen Lebensereignissen. Außerdem bietet der Begriff Stress die Möglichkeit, den Men
schen in all den verschiedenen Facetten seines Lebens als ein Ganzes zu verstehen. Demzufolge
bedeutet „Stress“ für jeden einzelnen Menschen etwas anderes. Stress hat für verschiedene Men-
schen unter verschiedenen Bedingungen unterschiedliche Bedeutungen. Schon lange ist Stress als
Modewort in den alltäglichen Sprachgebrauch mit eingeflossen und wird häufig, jedoch inkonsis-
tent verwendet. Der Gebrauch von dem Wort „Stress“ kommt meistens zum Ausdruck, wenn eine
Situation oder Anforderung nicht bewältigt werden kann („Das Seminar war der absolute Stress.
oder wenn erlebte emotionale, physische und psychische Umstände die Person überlasten („Ich
fühle mich gestresst.“). In der Wissenschaft wird Stress je nach Fachgebiet (Psychologie, Medizin,
Soziologie usw.) eine andere akzentuierte Bedeutung zugesprochen.